E-Rechnung: Fristen nach Land
Diese Seite nennt die wichtigsten Termine für jedes Land, das wir abdecken, Stand 6. Oktober 2026. „Empfangen“ heißt, dass Sie strukturierte E-Rechnungen annehmen können müssen; „ausstellen“ heißt, dass Sie sie selbst versenden müssen. Ein PDF per E-Mail ist in diesen Ländern keine strukturierte E-Rechnung.
Für Ihre eigene Situation nutzen Sie den Fristen-Check auf der Pflichtseite des jeweiligen Landes. Er stellt ein paar Fragen und verweist bei jeder Antwort auf die Quelle.
Überblick
| Land | Empfang ab | Ausstellung ab | Netz / Format |
|---|---|---|---|
| Belgien | 1. Jan. 2026 | 1. Jan. 2026 | Peppol (BIS) [1] |
| Deutschland | 1. Jan. 2025 | 1. Jan. 2027 (Umsatz > 800.000 €) / 1. Jan. 2028 (übrige) | Formate nach EN 16931: XRechnung, ZUGFeRD [3] |
| Frankreich | 1. Sep. 2026 | 1. Sep. 2026 (große und mittelgroße) / 1. Sep. 2027 (kleine und Kleinstunternehmen) | Zugelassene Plattformen [4] |
| Norwegen | 1. Jan. 2030 | 1. Jan. 2027 | EHF / Peppol BIS 3.0 [5] |
| VAE | mit Ihrem Ausstellungstermin | 1. Jan. 2027 (Umsatz ≥ 50 Mio. AED) / 1. Juli 2027 (übrige) / 1. Okt. 2027 (öffentliche Stellen) | Peppol, PINT AE, über einen akkreditierten Dienstleister [6][7] |
| Slowakei | 1. Jan. 2027 (alle Unternehmen) | 1. Jan. 2027 (Umsatzsteuerpflichtige) | Peppol, über einen zertifizierten Dienstleister [10] |
| Oman | mit Ihrem Phasentermin | 1. Apr. 2027 (Umsätze > 5 Mio. OMR) / 1. Okt. 2027 (übrige umsatzsteuerpflichtige Unternehmen) | Peppol, PINT OM, über einen akkreditierten Dienstleister [11] |
| Niederlande | geplant 1. Juli 2030 (noch kein Gesetz) | geplant 1. Juli 2030 (noch kein Gesetz); an die Zentralregierung seit 2017 | Peppol (NLCIUS / SI-UBL) [12][13] |
Alle Termine als CSV herunterladen (Englisch)
Wichtige Termine der E-Rechnung
- in Kraft Niederlande: E-Rechnungen an die Zentralregierung (neue Verträge) [1]
- in Kraft Belgien: E-Rechnungen an Behörden (Aufträge ab 3.000 Euro) [1]
- in Kraft Deutschland: Alle Unternehmen müssen E-Rechnungen empfangen können [1] [2]
- in Kraft Belgien: B2B-E-Rechnung Pflicht: Senden und Empfangen über Peppol [1] [2]
- abgelaufen Belgien: Ende der allgemeinen Toleranzfrist Frist [1] [2]
- in Kraft Frankreich: Alle Unternehmen müssen E-Rechnungen empfangen können [1] [2]
- in Kraft Frankreich: Große und mittlere Unternehmen: E-Rechnungen ausstellen, E-Reporting [1] [2]
- in 2 Tagen Vereinigte Arabische Emirate: Umsatz ≥ 50 Mio. AED: akkreditierten Dienstleister (ASP) beauftragen Frist [1] [2]
- in 65 Tagen Deutschland: E-Rechnung ausstellen Pflicht bei Vorjahresumsatz > 800.000 Euro [1] [2]
- in 65 Tagen Vereinigte Arabische Emirate: Umsatz ≥ 50 Mio. AED: E-Rechnung Pflicht [1] [2]
- in 65 Tagen Norwegen: E-Rechnung (EHF) Pflicht bei Verkauf an buchführungspflichtige Käufer [1] [2] [3]
- in 65 Tagen Slowakei: E-Rechnung Pflicht zwischen Unternehmen und an öffentliche Stellen [1]
- in 154 Tagen Vereinigte Arabische Emirate: Umsatz < 50 Mio. AED und Behörden: ASP beauftragen Frist [1]
- in 155 Tagen Oman: Umsätze > 5 Mio. OMR: E-Rechnung (Fawtara) Pflicht [1] [2]
- in 246 Tagen Vereinigte Arabische Emirate: Umsatz < 50 Mio. AED: E-Rechnung Pflicht [1]
- in 308 Tagen Frankreich: KMU und Kleinstunternehmen: E-Rechnungen ausstellen, E-Reporting [1] [2]
- in 338 Tagen Vereinigte Arabische Emirate: Behörden: E-Rechnung Pflicht [1]
- in 338 Tagen Oman: Alle umsatzsteuerpflichtigen Firmen: E-Rechnung (Fawtara) Pflicht [1] [2]
- in 430 Tagen Deutschland: E-Rechnung ausstellen Pflicht für alle übrigen Unternehmen [1] [2]
- in 430 Tagen Norwegen: Neue Rechnungsregeln: Organisationsnummer des Käufers immer Pflicht [1]
- in 886 Tagen Vereinigtes Königreich: USt-Rechnungen als E-Rechnung ausstellen und empfangen: Pflicht Geplant, noch kein Gesetz [1] [2]
- in 1 161 Tagen Norwegen: Pflicht zum Empfang von E-Rechnungen und zur digitalen Buchführung [1] [2] [3]
- in 1 342 Tagen Niederlande: B2B-E-Rechnung Pflicht (KOR befreit), Meldung EU-Umsätze Geplant, noch kein Gesetz [1] [2]
- in 1 342 Tagen EU: ViDA: digitale Meldung innergemeinschaftlicher Umsätze (spätestens) Frist [1]
- in 1 707 Tagen Niederlande: Meldung inländischer B2B-Rechnungsdaten an die Steuerverwaltung Geplant, noch kein Gesetz [1] [2]
Countdown-Stand: 28. Okt. 2026. Diese Seite wird täglich aktualisiert.
Alle Länder (.ics) · Belgien, Deutschland, Vereinigte Arabische Emirate, Norwegen, Frankreich, Slowakei, Oman, Niederlande, Vereinigtes Königreich, EU
Belgien
- Seit 1. Januar 2026 müssen belgische Unternehmen mit Umsatzsteuernummer untereinander strukturierte elektronische Rechnungen austauschen, über das Peppol-Netzwerk [1].
- Rechnungen an Privatpersonen sind nicht erfasst. Jedes umsatzsteuerpflichtige Unternehmen, auch eines, das nur an Verbraucher verkauft, muss aber strukturierte E-Rechnungen seiner Lieferanten empfangen können [1].
- Der FÖD Finanzen gewährte in den ersten drei Monaten 2026 eine Toleranzfrist: keine Bußgelder für Unternehmen, die rechtzeitig angemessene Schritte unternommen hatten [2]. Diese Frist ist abgelaufen.
Deutschland
- Seit dem 1. Januar 2025 muss jedes inländische Unternehmen E-Rechnungen empfangen können [3].
- Ausstellen: Bis Ende 2026 darf jedes Unternehmen noch Papierrechnungen oder andere elektronische Formate verschicken (PDF nur mit Zustimmung des Empfängers). Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz bis 800.000 Euro dürfen das bis Ende 2027 fortführen. Danach ist die E-Rechnung bei inländischen B2B-Umsätzen Pflicht [3].
- Keine E-Rechnung nötig bei Kleinbetragsrechnungen bis 250 Euro brutto, Fahrausweisen, Leistungen von Kleinunternehmern (nach der umsatzsteuerlichen Kleinunternehmerregelung) und Leistungen an juristische Personen, die keine Unternehmer sind [3].
Frankreich
- Seit dem 1. September 2026 müssen alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, E-Rechnungen empfangen können. Große und mittelgroße Unternehmen müssen sie außerdem ausstellen und E-Reporting-Daten übermitteln [4].
- Ab dem 1. September 2027 müssen auch kleine und Kleinstunternehmen E-Rechnungen ausstellen und E-Reporting-Daten übermitteln [4].
- Die Rechnungen laufen über eine staatlich zugelassene Plattform (plateforme agréée), direkt oder über kompatible Software [4].
- Die Verwaltung hat angekündigt, bis Ende 2026 keine Sanktionen gegen Unternehmen zu verhängen, die in der Anlaufphase Schwierigkeiten bei der Umsetzung haben [4].
Norwegen
- Ab dem 1. Januar 2027 müssen buchführungspflichtige Unternehmen E-Rechnungen ausstellen, wenn sie an andere buchführungspflichtige Unternehmen verkaufen [5].
- Zulässige Formate: EHF Billing, Peppol BIS Billing und ihre Varianten für Gutschriftsverfahren (Self-Billing), ab Version 3.0 [5].
- Die Pflicht zum Empfang von E-Rechnungen beginnt am 1. Januar 2030. Bis dahin greift die Ausstellungspflicht in der Praxis, wenn der Käufer sie empfangen kann (im ELMA-Register eingetragen). Ein PDF darf nicht verwendet werden, wenn der Käufer eine E-Rechnung empfangen kann [5].
- Ausnahmen gibt es unter anderem für Unternehmen mit einem Umsatz bis 50.000 NOK im Jahr [5].
Vereinigte Arabische Emirate
- Geltungsbereich: jede Person, die in den VAE geschäftlich tätig ist, für Geschäfte mit Unternehmen und mit Behörden, ob umsatzsteuerlich registriert oder nicht. Reine Verkäufe an Verbraucher sind vorerst ausgenommen [6][8].
- Umsatz ≥ 50 Mio. AED: einen akkreditierten Dienstleister (Accredited Service Provider, ASP) bis 30. Oktober 2026 beauftragen, Umsetzung bis 1. Januar 2027 [7].
- Umsatz < 50 Mio. AED: einen ASP bis 31. März 2027 beauftragen, Umsetzung bis 1. Juli 2027 [6].
- Behörden und öffentliche Stellen: Beauftragung bis 31. März 2027, Umsetzung bis 1. Oktober 2027 [6].
- Die freiwillige Nutzung ist seit dem 1. Juli 2026 möglich [6].
- Verspätete Beauftragung oder Umsetzung: 5.000 AED pro Monat [9].
→ Seiten zu den VAE · VAE: Fristen und Strafen
Später (noch nicht abgedeckt)
Polen, das Vereinigte Königreich und die EU-weiten Regeln „VAT in the Digital Age“ (ViDA) stehen auf unserer Liste. Wir nehmen ein Land auf, sobald die Regeln feststehen und unsere Tools dort funktionieren.
Termine geprüft am 6. Oktober 2026 anhand der genannten Quellen. Regeln ändern sich: Maßgeblich ist immer die verlinkte amtliche Quelle. Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.
Quellen
- Structured electronic invoices between companies are compulsory since 2026 (einvoice.belgium.be) (geprüft am )
- Period of tolerance during the first three months of 2026 (einvoice.belgium.be, 18 Dec 2025) (geprüft am )
- FAQ on the mandatory e-invoice (Bundesministerium der Finanzen) (geprüft am )
- Tout savoir sur la facturation électronique pour les entreprises (economie.gouv.fr) (geprüft am )
- Regulations on digital bookkeeping and e-invoicing (Skatteetaten, 30 Sep 2026) (geprüft am )
- UAE Ministerial Decision No. 244 of 2025 on the Implementation of the Electronic Invoicing System (geprüft am )
- UAE Ministerial Decision No. 66 of 2026 amending MD No. 244 of 2025 (geprüft am )
- UAE Ministerial Decision No. 243 of 2025 on the Electronic Invoicing System (geprüft am )
- UAE Cabinet Decision No. 106 of 2025 on e-invoicing violations and penalties (geprüft am )
- Slovakia: e-invoicing (Financial Administration of the Slovak Republic) (geprüft am )
- Oman: Tax Authority Decision 189/2026 on the e-invoicing phases (geprüft am )
- Netherlands: cabinet chooses e-invoicing and reporting for businesses (Rijksoverheid, 11 Sep 2026) (geprüft am )
- Netherlands: e-invoicing to central government (RVO) (geprüft am )
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