Kommt meine E-Rechnung in Deutschland an?

Geben Sie die USt-IdNr. Ihres Kunden ein (DE und 9 Ziffern) oder, bei öffentlichen Auftraggebern, die Leitweg-ID. Wählen Sie, was Sie senden: eine Rechnung, eine Rechnungskorrektur (Credit Note) oder eine Gutschrift im umsatzsteuerlichen Sinn, als Peppol BIS oder als XRechnung. Sie sehen, ob dieses Dokument heute über Peppol zugestellt werden kann. Ihre eigene Nummer prüfen Sie genauso.

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Was senden Sie?
Wessen Nummer ist das?

Nur die eingegebene Nummer wird gesendet. Wir zeigen nur den E-Rechnungs-Anbieter: keine Namen, keine Kontaktdaten. Die Namenssuche fragt das amtliche Register direkt aus Ihrem Browser ab; wir sehen und speichern den Namen nie.

Was die Prüfung Ihnen sagt

Die Prüfung stellt dem Peppol-Netzwerk dieselben Fragen wie der Access Point Ihres Dienstleisters vor dem Versand: Ist die Nummer als Peppol-Empfänger registriert, und unter welcher ID? Antwortet der Eintrag beim Dienstleister (SMP)? Wird Ihr Dokumenttyp angenommen? Ist das Zertifikat des Dienstleisters gültig, läuft es in 30 Tagen ab, oder ist es abgelaufen? Sie erhalten ein Ergebnis, die genaue Peppol-ID für Ihre Rechnungssoftware und, falls es nicht über Peppol geht, was die deutschen Regeln stattdessen erlauben. Wir zeigen keine Namen oder Kontaktdaten, und es gibt keine Rückwärtssuche.

Peppol ist in Deutschland nur ein Weg

Das Gesetz schreibt keinen Übermittlungsweg vor. Möglich sind E-Mail, eine Schnittstelle, ein gemeinsamer Speicherort oder der Download über ein Portal; den Weg klären die Vertragsparteien untereinander. Für den Empfang genügt ein E-Mail-Postfach [1]. Ein „Nein“ dieser Prüfung heißt also nicht über Peppol. Es heißt nicht, dass Ihr Kunde keine E-Rechnung empfangen kann.

Warum eine E-Rechnung über Peppol nicht ankommt

  1. Falsche ID oder falsches Schema. Für Unternehmen nennt E-Rechnung Bund das Schema 9930 mit der USt-IdNr. oder 0088 mit einer GLN; öffentliche Auftraggeber empfangen unter ihrer Leitweg-ID mit 0204 [2]. Manche nutzen zusätzlich die freiwillige GEBA-Adresse (0246) [3]. Eine Rechnung an eine ID, die der Kunde nicht registriert hat, geht ins Leere.
  2. Falscher Dokumenttyp. XRechnung und Peppol BIS Billing sind im Peppol-Netzwerk eigene Dokumenttypen, ebenso Rechnung und Credit Note, UBL und CII [4]. Die Registrierung eines Empfängers nennt jeden angenommenen Typ einzeln [5]. Nimmt Ihr Kunde nur XRechnung an, wird eine Peppol-BIS-Rechnung nicht zugestellt, und umgekehrt.
  3. Gutschrift. Eine Gutschrift im umsatzsteuerlichen Sinn (Selbstfakturierung) ist ein eigener Dokumenttyp [4]; hier muss der Lieferant für den Empfang registriert sein.
  4. Abgelaufenes Zertifikat. Der sendende Access Point muss das Zertifikat des Empfängers prüfen, das er aus dem Verzeichnis abruft [6]. Ein abgelaufenes Zertifikat stoppt die Zustellung, bis der Dienstleister es erneuert. Und ein Access Point muss einen Dokumenttyp ablehnen, den er für diesen Empfänger nicht bedient [6].
  5. Nicht bei Peppol. In Deutschland häufig, und zulässig [1].

Was Sie jetzt tun können

  • Kopieren Sie die Peppol-ID aus dem Ergebnis und senden Sie genau an diese Adresse, in einem Dokumenttyp, den der Kunde annimmt.
  • Nicht bei Peppol? Senden Sie die E-Rechnung per E-Mail oder über einen anderen mit Ihrem Kunden vereinbarten Weg [1].
  • Bis zum 31. Dezember 2026 dürfen Sie noch eine Papierrechnung ausstellen oder, mit Zustimmung des Empfängers, ein anderes elektronisches Format wie ein PDF. Bei einem Vorjahresumsatz bis 800.000 Euro gilt das bis Ende 2027; bestehende EDI-Verfahren dürfen bis Ende 2027 weiterlaufen [1].
  • Seit dem 1. Januar 2025 muss jedes inländische Unternehmen E-Rechnungen empfangen können [1]. Fragen Sie Ihren Kunden, an welche Adresse er sie haben möchte.

Geht es um Ihr eigenes Unternehmen?

Geben Sie Ihre eigene USt-IdNr. ein und wählen Sie „mein eigenes Unternehmen“. Ist nicht alles grün, fragen Sie Ihren Dienstleister:

  • Bin ich bei Ihnen unter 9930 mit meiner USt-IdNr. registriert (und unter jeder anderen ID, die meine Kunden nutzen)?
  • Welche Dokumenttypen sind registriert: XRechnung und Peppol BIS, Rechnung und Credit Note, UBL und CII?
  • Wann läuft das Zertifikat Ihres Access Points ab, und ist die Erneuerung geplant?

Weiter: E-Rechnung empfangen · E-Rechnungspflicht 2027/2028 · Peppol-ID-Suche

Geprüft am 7. Oktober 2026. „Peppol“ wird hier nur beschreibend verwendet; E-Invoice Map ist nicht mit OpenPeppol verbunden. Keine Rechts- oder Steuerberatung.

Quellen

  1. BMF: Fragen und Antworten zur E-Rechnung (Stand März 2026; Fragen 8, 11 und 12) (geprüft am )
  2. E-Rechnung Bund: Übertragungskanal Peppol (Participant-IDs 9930, 0088 und 0204) (geprüft am )
  3. KoSIT: GEBA – German Electronic Business Address (geprüft am )
  4. OpenPeppol: Peppol-Codelisten v9.7, Dokumenttypen (XRechnung 3.0, Peppol BIS Billing 3.0; Englisch) (geprüft am )
  5. OpenPeppol: Spezifikation Service Metadata Publishing (SMP) 1.4.0 (Englisch) (geprüft am )
  6. OpenPeppol: AS4-Profil (Peppol-PKI; Empfänger nicht bedient; Englisch) (geprüft am )

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